Dorferneuerung – Was, Wann, Wie ?

Vor rund 20 Jahren wagte Saulheim auf Antrag der GAL den Einstieg in das Dorferneuerungsprogramm.
Es wurden für beide Ortskerne Planungen in Auftrag gegeben aber umgesetzt wurde leider kaum etwas.

Der Grund war das damalige Zuschussmodell:
Dorferneuerung sah keine Dorfmoderation vor, d.h. Bürgerinnen und Bürger konnten nur in eingeschränktem Maß die Planungsrichtung mitbestimmen und es gab nur begrenzte Zuschüsse.

Und die Gemeinde hat ihr Geld für Bürgerhaus, Sportzentrum und Gewerbegebiet ausgegeben.

Für beide Ortskerne gibt es jedoch eine Erhaltungssatzung, d.h. in diesem Bereich werden bauliche Veränderungen besonders geprüft und dürfen nur mit Zustimmung der Gemeinde erfolgen.

Mittlerweile ist Saulheim auf Antrag der GAL seit einigen Jahren in der Städtebauförderung, denn die Gemeinde hat die dafür notwendige Größe erreicht.

Es gibt mehr Fördergelder und eine kontinuierliche Betreuung und Beratung von Bauwilligen im Ortskern. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche private Maßnahmen gefördert. Nachteil ist, dass das Programm nur für den größeren Ortskern Saulheims (Nieder-Saulheim ) zur Verfügung steht.
Aber auch Ober-Saulheim braucht Entwicklungschancen. Die Gemeinde muss versuchen das alte Dorferneuerungskonzept aufzufrischen um Bauwillige zu unterstützen, den Dalles (freien Platz) mit Ortsdurchfahrt umzugestalten, die Veränderungen durch den demographischen Wandel abzupuffern und insbesondere Anreize für eine bessere Infrastruktur zu geben.

Auf Seiten der Gemeinde steht aktuell die Sanierung des Rathauses, der Alten Schule an der Neuen Pforte und die Umgestaltung der Weedengasse mit Römer und großem Parkplatz auf der Agenda. (Die Planung als PDF gibts HIER )

Das passiert aber wegen der schlechten Finanzlage der Gemeinde und der Behäbigkeit der Verwaltung nur sehr langsam oder gar nicht. Die Gefahr hierbei ist, dass die aktuell hohen Landeszuschüsse in der Zukunft  nicht mehr zur Verfügung stehen.  Dies wäre das Ende der Dorferneuerung.